Ultraks Mayrhofen 2019

Wie fängt man da am Besten an, wenn es total spontan war. Ich denke einfach von Anfang an.
Letzte Woche waren wir in Kroatien im wohlverdienten Urlaub. Wir sind Freitags (14.06.) angereist und wollten am Freitag darauf (21.06.) wieder nach Hause. Montags bin ich dann so durch die sozialen Medien gesurft und der Ultraks in Mayrhofen ist mir ins Auge gesprungen – ein 30er geht immer. Da sagte ich so zu meiner Frau, würde es dir was ausmachen, wenn wir übers Zillertal nach Hause fahren. Sie sagte „Is mir wurscht“. Ich dachte mir, ja leck, was soll ich mit dieser Antwort, da ist ja fast klar, dass ich da laufen werde.

Die Nacht auf Dienstag war relativ schlaflos, nicht wegen dem Alkohol oder Essen, sondern weil es mich einfach nicht losgelassen hat, dass ich da evtl mitlaufen könnte.
Also habe ich am Dienstag mal alle Optionen gecheckt. Ist noch ein Startplatz verfügbar – jep, ist eine Zugverbindung nach Passau verfügbar – jep und bekomme ich noch ein Zimmer dort – jep. Dann nervte ich meine Frau wieder ob ich das wirklich machen sollte, aber sie sagte wieder ja mach, mir ist es wurst. Sie hat es mir sogar per Whats App schriftlich geschickt 🙂
Dann konnte mich nix mehr halten. Kreditkarte raus und es wurde gebucht und angemeldet.

Dann kam der Freitag und der Aufbruch aus Kroatien. Dass es dann schon gut 3 Stunden Umweg für alle war, hab ich etwas verdrängt..:-). Angekommen in Mayrhofen waren wir erstmal ein Schnitzel essen, irgendwie hatten wir alle Bock darauf. Danach machte sich meine Frau auf dem Heimweg und hat mich im warsten Sinne des Wortes ausgesetzt dort.

Aber ich hatte eh noch einiges zu tun. So musste ich die Startunterlagen abholen und ein bisserl auf der Messe ratschen. Ausserdem brauchte ich noch ein paar Sachen zum Anziehen, wei ich zwar glücklicherweise ein paar Laufklamotten und Rucksack dabei hatte, aber es geht ja doch auf über 2000 Meter hoch, da kann es auch mal kühler sein. Daher habe ich mir einfach noch ein paar Teile gegönnt. Abends war noch das Briefing was ich super lustig gefunden hatte, ws ab nicht heißt schlecht, sondern man merkte einfach, dass die Organisatoren hier genau wussten was sie machen.

Samstags ging es dann um 8.15 Uhr für die 30k und die 54k los. Ich startete in der 30k mit ca 2000 HM. Kurz vor dem Start habe ich noch einen sehr guten Bekannten getroffen und im Laufe des Rennens sind wir meist zusammen unterwegs gewesen. Hat mich auf alle Fälle riesig gefreut den Christian wieder mal zu sehen.

Das Wetter war perfekt zum Laufen und die gesamte Strecke ein Traum. Trails zum Träumen. Da hat der Eindruck nicht getäuscht, dass das von Trailläufern ausgesucht worden ist. Der erste lange Anstieg war schon eine Nummer. Glaube es waren so ca 1600 HM auf die ersten 13k im Anstieg – da freuen sich die Schenkel, aber auch der Downhill war einfach ein Traum.
Einzig am Schluss musste ich gut 15 Minuten auf der Strecke lassen, weil ich mich verlaufen hatte. Da war die Markierung nicht eindeutig. Erst als der Streckenposten sagte, da bist falsch, ging es wieder zurück. Da tröstet man sich mit „ein paar Höhenmeter schaden ja nicht“.

Am Ziel angekommen, war die Freude riesig und egal ob Topläufer oder so Läufer wie ich es einer bin, wurden empfangen, als ob wir gerade einen neuen Weltrekord aufgestellt hätten – echt super.

Also klare Empfehlung falls mich wer fragen würde zu dem Lauf. Evtl komme ich 2020 wieder, etwas mehr vorbereitet und dann auf die lange Distanz.


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